1. Januar 2014

Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern - ein Fehlversuch


Frohes neues Jahr wünsch ich euch allen!
Silvester war dieses Jahr bei mir eigentlich eine gemütliche Angelegenheit. Wir haben zu viert bei uns zu Hause gefeiert und lecker gekocht. Als krönendes Highlight sollte es ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern nach diesem Rezept von den Jungs von SORTED Food geben.

Die Schokolade zu schmelzen und den Teig anzurühren war noch eine unkomplizierte Angelegenheit (abgesehen von einem "Seid ihr schon unterwegs? Ich brauche Zucker!"- Anruf). Doch bei den Förmchen ging das Problem los. Das Rezept verlangt nach kleinen, individuellen Keramikförmchen, doch solche habe ich nicht. Als Alternative haben wir ein kleines Muffinblech mit 6 Mulden genommen.

Den Teig haben wir eingefüllt und das Muffinblech auf den Balkon gestellt, weil im Kühlschrank kein Platz mehr war. Der Teig soll vor dem Backen kühlgestellt werden, damit der berühmte flüssige Kern entsteht.
Beim Hauptgang (selbstgemachte Pizza) ging die Rechnerei dann los: Da das Rezept für 4 Küchlein 6 kleine Formen gefüllt hatte, diskutierten wir wie lange wir die Kleinen denn backen sollten. Statt der 14 Minuten im Rezept entschieden wir uns nach langem Hin und Her letzendlich für 10 Minuten.

Als wir die Förmchen dann vom Balkon holten, hatten wir das nächste Problem: draußen war es richtig kalt und so war der Schokoteig richtig fest und schon fast angefrohrern. Das Muffinblech ging nun für 10 Minuten und 30 Sekunden in den Ofen. Als der Wecker klingelte standen wir aufgeregt um ihn herum. Ein prüfender Blick, eine kleine Berührung, der Beschluss: "Das braucht noch 2 Minuten." Als diese 2 Minuten langsam und schleppend vorüber gegangen waren holte wir das Blech aus dem Ofen.


Da die Mulden ja aneinander hingen, mussten wir sie alle gleichzeitig stürzen. Ich holte den größten Teller, der zu finden war und meine Schwester packte mutig Teller und Muffinblech und drehte sie herum. Als sie das Blech anhob hielten wir alle den Atem an. Mein Freund wartete gespannt mit der Kamera um den Kern beim Fließen zu erwischen.

Doch das Ergebnis war traurig: 6 braune, weiche Fladen landeten auf dem Teller. Kein flüssiger Kern der langsam aus dem Küchlein fliest, sondern braune, weiche Masse. Um das Ganze zu retten kamen schnell zwei Löffel Eis auf die Fladen und aus dem Mangel an Minze sollten ein paar Blätter Basilikum das ganze halbwegs "blogtauglich" aussehen lassen.


Und der Geschmack? Süß war es und eine recht matschige Angelegenheit. Aber recht lecker war es schon, wie ein Brownie, der halt noch nicht fertig ist.

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